Etappe 1: Cles-Unsere Liebe Frau im Walde
Die Symbole
auf dem Höhenprofil
           
 
 
 
 
 
 
 
Kondition: 3/5 Fahrtechnik: 2/5 Steckenlänge: 35,5km Dauer: 5:30 ore Auffahrt: 1.614mt Abfahrt: 922mt
Sehenswürdigkeiten 
 
RESTURANTS: Dorf, hotel, restaurants, wasser 
 
SINGLE TRAIL:
5,6 km
 
 
SCHIEBESTRECKE 
 
ASPHALTIERTE STRAßE:
8,9 km
 
 
SCHOTTERWEG:
20,6 km
 
 
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3 Top
Highlights
1
Die Hochmoore von Deutschnonsberg und Maddalene-Gebirge
2
Das 360° Grad-Dolomiten-Rundumpanorama am Monte Ori
3
Der Kaiserschmarrn auf der Laureiner Alm

Etappe 1: Cles-Unsere Liebe Frau im Walde: Aufstieg zu den Hochalmen des Deutschnonsbergs und des Maddalene-Gebirges

Ein Überblick auf die Tour de Non –  das Trentino mit dem MTB für Bike-Experten

Die Tour de Non im Trentino mit dem MTB beginnt in Cles mit einem langen Aufstieg in der Berge der Magdalener-Gruppe. Diese vegetationslosen Grasberge sind die südöstlichsten Ausläufer des Ortlermassivs. Unterschiedliche Landschaften, von den Apfelplantagen des Val di Non bis zu den Hochalmen an den Berghängen des Deutschnonsbergs werden durchfahren. Mit dem Monte Ori erreicht man den höchsten Punkt einer an fahrtechnischen Anforderungen unschwierigen Etappe. Das Trentino erwartet euch!

Charakteristik

Die beginnt mit einem langen Anstieg von Cles, dem größten Ort im Nonstal, hinauf in die Grasberge der nördlich gelegenen Maddalene-Gruppe, die das Val di Non vom Südtiroler Ultental trennt. Dabei durchfährt man gleich mehrere Vegetationsstufen. Über die bewirtschafteten Ebenen des Apfelanbaus gelangt man in die Zwischenlage der bäuerlichen Agrarwirtschaft und weiter oben in die Höhenlagen der sommerlichen Almbewirtschaftung.
Auch kulturell und historisch durchlebt man gleich am ersten Tag mehrere Lebensräume. Von den “italienisch geprägten” Niederungen gelangt man in die südtirolerische Kultur des Deutschnonsbergs, auch sichtbar an gänzlich unterschiedlichen architektonischen Bauweisen der Häuser und Bewirtschaftung der Sommeralmen.
Landschaftlich auffällig ist in den niederen Lagen die intensive Nutzung der Apfelplantagen, später dann dichte Wälder, in denen Holzbewirtschaftung betrieben wird und lichte Almwiesen an Steilhängen, welche mit Lärchen locker durchzogen sind. All das ist sehr schön anzusehen, immer wieder mit herrlichen Ausblicken ins weite Tal und auf die umliegenden Gebirge wie die Brenta-Dolomiten, die Paganella und den Monte Bondone im Süden. Auffällig ist auch die Fülle der üppigen Hochmoore – Zeichen immensen Wasserreichtums, der sich im Gebirge staut.
Der erste Tag hält zwar mit seinem höchsten Punkt am Monte Ori (1880m) gleich ein bemerkenswertes Aufstiegpensum parat, hält sich aber mit fahrtechnischen Schwierigkeiten noch dezent zurück. Die Wege sind im Grunde alle sehr gut zu fahren, wenn man mal von kürzeren Abschnitten absieht, wo man sein Bike für wenige Meter über wurzelige Pfade bergauf oder durch eine etwas sumpfige Senke schieben muss. Nach einem knackigen Singlerail ist das Etappenziel der in Südtirol gelegene Wallfahrtsort „Unsere Liebe Frau im Walde“, mit seiner gleichnamigen Kirche.
 
Routenbeschreibung
Wir verlassen Cles (656m) nordwärts auf der Staatsstraße Strada statale SS43 Richtung Val di Sole/Tonalepass. Um dem Verkehr zu entgehen, zweigen wir gleich nach 1,2 km rechts auf die Provinzialstraße SP139 Richtung Cagnò, die uns in flotter Abfahrt zur Castelaz-Brücke (2,7 km, 571m) über den in den 1950er Jahren künstlich aufgestauten Lago di Santa Giustina bringt. Es schließt sich sofort die Auffahrt nach Cagnò an (nach einer Straßengabelung das letzte Stück auf der SS42). In der Dorfmitte von Cagnò (4,6 km, 683m) zweigen wir links auf ein steileres Siedlungssträßchen ab (Via della Croce, später Via Canestrini), auf dem wir Revò ohne Verkehr erreichen (5,9km, 744m).

In Revò beschreibt die Streckenführung eine Schleife über die Via C. Battisti zum Hauptplatz Piazza Madonna, um anschließend nordwärts über die alten Dorfgassen Via Rigatti und Via Filzi weiter ansteigend zum „Rankipino“-Radweg hinaufzufahren. Man taucht sofort in die weiträumigen Apfelplantagen ein, die sich zwischen Dorf und Waldrand ausbreiten und sollte ein wenig achtgeben, dass man im Gewirr der landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsträßchen immer die richtige in Richtung des Monte Ozol erwischt. Mit Erreichen des Waldrands geht der Straßenbelag in Schotter über. Eine Kehre und eine weitere Steigung später stoßen wir erstmals auf den ungeteerten „Rankipino“-Radweg (8,3km, 908m), der auf insgesamt 57 Kilometern das Val di Sole mit dem Gampenpass verbindet.

Der „Rankipino“-Radweg verläuft hier auf einer alten Bewässungs-Trasse für die Apfelbauern und ist deswegen für die nächsten 3 km flach. Diese Bewässerungswege werden im lokalen Sprachgebrauch „Lez“ genannt und sind recht häufig im Nonstal anzutreffen. In den allermeisten Fällen verläuft das Wasser in im Boden verlegten Leitungen und tritt nur an wenigen Stellen offen an die Oberfläche. Wir folgen dem „Lez“ nun nordöstlich Richtung Gampenpass und passieren bei km 10,4 den Agriturismo Maso Tafòl (900m), ehe beim Sportplatz von Cloz (12,1km, 900m) unser nächstes langes Aufstiegsstück zum Clozner Jöchl beginnt.

Man verlässt nun den Rankipino-Radweg nordwärts auf teilweise sehr steil ansteigender Schotterstraße und windet sich über viele Kehren immer auf dem Hauptweg bis zum Giovat di Cloz (Clozner Joch, 15,9km, 1380m). Hier wird es nun flacher und die Waldstraße zieht angenehm zur Paßstraße (18,4km, 1385m) am Brezner Joch hinüber, wo sich auch die direkte Grenze zu Südtirol befindet. Man fährt direkt am Pass wenige Meter auf Teerstraße nach rechts, um sofort wieder links auf die nächste strada forestale abzuzweigen (18,7km, 1390m), die hinauf zur Brezner Alm führt. Dieser langen ansteigenden Forststraße folgt man nun immer auf dem Hauptweg, passiert dabei mehrere schöne Hochmoore (Palù longa, Zittermoos), bis man auf die Wegeverzweigung mit Kapelle an der Brezner Alm trifft (25,2km, 1850m). Noch ein letzter Aufstieg nach links, die Schranke passierend, über einen nun etwas ruppigeren, aber angenehm ansteigenden Karrenweg und wir haben die sanften Anhöhen und Almweiden des Monti Ori erreicht, wo man beim Kreuz eine sagenhafte Rundumsicht genießt (25,7km, 1890m).

Direkt vor uns, am Waldrand, folgt nun der „Grenzübertritt“ nach Südtirol und die Abfahrt zur Laureiner Alm, auf einem zunächst ruppigen, später enorm singletrail-lastigen Karrenweg (beschildert 114, 26), der richtig Laune macht. An ein paar feuchten Stellen gilt es, über geschickte Linienwahl flüssig durchzukommen und schon hat man die bewirtschaftete Hochalm mit ihrem sagenhaften Ausblick ins Nonstal erreicht (27,3km, 1780m). Ein Raststopp auf der Laureiner Alm, wo in den Sommermonaten auch Käse produziert wird, und glückliche Schweine ihrer Veredlung zu bestem Speck entgegenfuttern, ist ein absolutes MUSS.

Frisch gestärkt machen wir uns auf, die erneute Überschreitung der immaginären Grenze, diesmal zurück ins Trentino, zu unternehmen. Wir folgen weiter der Beschilderung 114 (bzw. 26 nach Südtiroler Benennung), direkt nach der Malga nun nordwärts auf zunehmend ruppigerem Pfad, der einige unfahrbare Passagen, vor allem bergauf zum Kinibichl, bereithält. Die Traverse in der Waldflanke westlich des Monte Sous bis zur Fahrstraße bei den Castrinwiesen ist 1,8km lang und kann mit guter Fahrtechnik in den Abwärtspassagen weitgehend gefahren werden, wenngleich Wurzeln und kleinere Absätze eine gute Linienwahl und entsprechend Körpereinsatz erfordern. Ein paar feuchte Moorsenken und daraus resultierende kürzere Aufwärtspassagen dürften hingegen für die meisten Biker schiebend einfacher zu bewältigen sein. Falsch machen kann man nichts, wenn man einfach der Wanderwegbeschilderung 114-26 und 26A nordwärts bis zum „Pra del Signor“ folgt (29,0km, 1784m), wo sich wieder eine Schotterstraße in unmittelbarer Nähe des Hofmahdjochs (Passo Castrin) anschließt. Unser GPS-Track zweigt aber schon ein gutes Stück vorher (28,4km, 1790m) vom beschilderten Wanderweg halbrechts weg und gelangt in direkterer und trailigerer Linie (besser befahrbar, mehr Trailanteil, weniger feuchte Senken und Schiebeanteil) ab, ist aber unmöglich zu beschreiben, da man ca. 50m querfeldein durch den Wald schiebt, um auf den Singletrail im Trentino zu stoßen. Den Weg kennen wahrscheinlich nichtmal die Jäger und Pilzesammler.

Auf der geschotterten Fahrstraße passiert man nun Richtung Osten wieder sehr schöne Hochmoore, passiert Pedra del Gal und fährt genau 2,7km in flotter Abfahrt Richtung Rifugio Arnica und Castelfondo. Es gilt, den Abzweig nach links bergauf zur Alm Malga di Pradont nicht zu verpassen (31,8km, 1605m). Um noch einen technisch knackigen Singletrail mitzunehmen, fahren wir nun etwa 800 m auf der grob geschotterten Almzufahrtsstraße bergauf (32,6km, 1712m). Hier zweigt rechts der markierte Wanderweg 3 Richtung Unsere Liebe Frau im Walde (Senale) ab, der insgesamt eine solide und flüssige Fahrtechnik verlangt. Schon nach wenigen Metern zeigt uns der Pfad in Form einer Felsrippe das erstemal die Zähne, um kurz darauf in enger Abfahrt zu einem Holzbrückchen abzutauchen. Nun zeigt sich der 3er wechselnd verspielt, verblockt, kurvig, steinig und stellenweise schmierig feucht. Erwähnenswert sind auch noch ein paar von Sturmschäden übrig gebliebene umgefallene Bäume, über die sich Wanderer und Biker erleichternde Übertritte gemacht haben. Alles in allem ist der Weg aber genau jene Sorte Trail, die Allmountainbiker lieben, auch wenn die eine oder andere Schlüsselstelle zu einem krampfenden Schlucken im Hals führen dürfte.
Der Wanderweg kreuzt an einer Wiese die neue Fahrstraße (33,4km, 1604m) zur Weissalm. Weiter geradeaus auf technisch forderndem Singletrail auf dem WW 3 bergab. 
Etwas leichter hat man anstatt dessen die Möglichkeit, rechts auf der Schotterstraße abzufahren.
Varianten und Tipps
Rankipino-Radweg (8,3km, 908m): Folgt man dem Rankipino-Radweg oberhalb von Revò nach links (anstatt nach rechts), dann kann man über Tregiovo und Laurein weniger anstrengend auf Teerstraße zum Brezner Joch auffahren und die anstrengende Schotterauffahrt zum Clozner Joch vermeiden.

Laureiner Alm (27,km, 1780m): zwischen der auf Südtiroler Territorium gelegenen Laureiner Alm und der auf Trentiner Grund befindlichen Forststraße am Hofmahdjoch (Passo Castrin) gibt es mehrere Übergangsmöglichkeiten zu Fuß, aber keine einzige durchgängig befahrbare Variante.
Westlich des beschriebenen Wanderwegs 114-26 gäbe es noch die Forststraße bergab zum Wanderparkplatz am Passtunnel. Dort schließt sich allerdings direkt über der Tunnelröhre ein Trage-/Schiebestück Richtung Malga Castrin an (Wanderweg 8, Pra del Signor).
Östlich des Monte Sous verbindet der Sentiero Italia (3) die Laureiner Alm mit der Fahrstraße bei Pedra del Gal. Bergauf zum Selva-Hochmoor ist man schiebend unterwegs, ebenso entlang des Moores und in der Abfahrt ist lediglich der erste Teil einigermaßen flüssig zu befahren, während der Wanderweg im unteren Bereich zunehmen verblockter und unfahrbarer wird.

Sentiero 3 (Abzweig zur Malga Pradont, 31,8km, 1605m): Der technisch nicht ganz einfache Wanderweg 3 kann vermieden werden, indem man den Abzweig zur Malga Pradont ignoriert und auf der Schotterstraße weiter abfährt bis zur Straßenkreuzung beim Rifugio Arnica (1245m, bei Castelfondo). Von da aus geht es links auf dem Rankipino-Radweg wieder bergauf bis Unsere Liebe Frau im Walde. 
Von der direkten Verbindung zwischen Croce del Barba (1407m) und Urban muss abgeraten werden, da ein Erdrutsch das Weiterkommen auf dem Jakobsweg (1) sehr mühsam gestaltet hat.
 
 
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